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Über Thripse (V): Schädlinge

Die Thysanopterenseite von Dr. Manfred

Den meisten Menschen sind Thysanopteren - hier vor allem unter dem Namen Thripse - als Schädlinge an Kultur- und Zimmerpflanzen bekannt. Weltweit treten allerdings nur wenige der insgesamt ca. 5.850 beschriebenen Arten als Schädlinge in Erscheinung. Einige Spezies verursachten aber (z.B. in Kenia) vollständige Verluste der Tee- und Tabakernte. Neben den direkten Schäden an unterschiedlichen Pflanzenorganen (s. Abb. 1: Saugspuren an der Blattspreite eines Avocado-Blattes) sind einzelne Arten auch als Virus-, Mycose- und Mycoplasmavektoren bekannt und gefürchtet. Die Pflanzenschutzämter in Deutschland listen 25 Spezies, von denen unter bestimmten Umständen eine Schädigung für Kulturpflanzen im Freiland zu erwarten ist. Ergänzen ließe sich diese Liste durch eine zunehmende Zahl von Arten, die (wie Frankliniella occidentalis; s. Abb. 2) aus anderen Kontinenten verschleppt wurden und die nun - je nach Herkunft - entweder unter den tropischen Bedingungen von Gewächshäusern oder sogar im Freiland Fuß fassen und dort zu Schädlingen werden.

Der weltweit durch Thripse verursachte wirtschaftliche Schaden lässt sich auf ca. eine Milliarde US-Dollar pro Jahr beziffern.

Typische Schadbilder an Pflanzen finden Sie hier.

Auf der Suche nach passenden Winterquartieren finden sich die winzigen Insekten oft in menschlichen Behausungen ein. Durch ihr extrem ausgeprägtes positiv-thigmotaktisches Verhalten dringen sie dort in kleinste Ritzen vor. So kann man Thysanopteren an fast allen nur erdenklichen Orten finden, wie zwischen der Verglasung von Dia-Positiven und Wandbildern oder zwischen Buchseiten. Nach dem Ableben der Tiere und der folgenden Aktivität von Mikroben entstehen dann oft wüste Flecken.

Weitere Sachschäden verursachen Thysanopteren, die angelockt durch das Licht in TFT-Monitore eindringen. Zwischen Panelglas und Diffusorfolie sind die Insekten dann auf dem Monitorbild sichtbar und verenden im ungünstigsten Fall auch dort: als bleibender, kommaförmiger, kleiner, aber sehr ärgerlicher Fleck.

Ein größerer „Fleck" entstand, als während des Scan-Vorgangs von Satellitenaufnahmen für Google Maps ein Fransenflügler zwischen Bild und Glasplatte des Scanners gelangte. Das Tier war einige Zeit in der Nähe von Aalen nahe der A7 zwischen Westhausen und Hülen als fast 50m langes Ungetüm zwischen zwei Äckern zu sehen. Der Ausschnitt (siehe Abb. 3, Screenshot) wurde inzwischen von Google ersetzt).

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