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Deep Focus Fusion (DFF) - Making of:

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Die Thysanopterenseite von Dr. Manfred

Detaillierter Ablauf der Bilderstellung:

Anordnung: Das Objekt befindet sich auf dem Kreuztisch des Mikroskops. Die Okular-Optik ist demontiert, da nur die Höhenverstellung des Tisches und ein Mikroskopobjektiv gebraucht werden. Der Tisch lässt sich mit einer Skala (Teilstriche in 2/1.000 mm) von Hand heben bzw. senken.

Als Mikroskopobjektiv ist ein Nikon M-Plan 20 0,4 ELWD 210/0 eingeschraubt, dessen großer Arbeitsabstand Auflichtbeleuchtung (Blitz) zulässt. Die Okularoptik ist durch ein Balgengerät und die Kamera (Nikon d300) ersetzt.

Kamera-Einstellungen: Die Aufnahmen erfolgen mit Spiegelvorauslösung im manuellen Modus mit 1/320s Belichtungszeit bei 200 ASA und höchster Auflösung (4288 x 2848 Pixel). Gespeichert wird im RAW Format, 14 Bit Farbtiefe. Die Auslösung erfolgt durch Fernauslöser.

Beleuchtung: Schwaches Durchlicht durch dünnes blaues Papier erzeugt die kontrastreiche Farbgebung und dient als Diffusor für die Mikroskopbeleuchtung.

Das in die Kamera integrierte Blitzlicht übernimmt die Mastersteuerung der Blitze. Die Ausleuchtung erfolgt über zwei Nikon Speedlight SB-800 Blitzgeräte auf Stellung "Remote" (Slave) deren Blitzabbrennzeit etwa 1/10.000 Sekunde beträgt. Die Blitzgeräte werden in unterschiedlichem Winkel auf das Objekt gerichtet um Schatten zu reduzieren. Um Reflexionen im Bernstein zu vermeiden dient eine Hülse aus dickerem weißem Papier (130g/m2) als Diffusor. Sie umgibt sowohl das Objekt, als auch den unteren Teil des Objektivs um Streulicht zu verhindern. Das Umgebungslicht wird auf ein Minimum reduziert.

Aufnahmeablauf: Anhand des Histogramms werden 1 - 2 Blenden unterbelichtet. Mit dem Fernauslöser wird beim ersten Auslösen der Spiegel hochgeklappt, ca. 5 Sekunden später durch ein zweites Auslösen der Verschluss betätigt.

Die Schärfe ist zunächst auf einen Punkt hinter dem Objekt fokussiert. Nun wird der Tisch in 6/1.000mm Schritten (drei Teilstriche der Skala) erhöht und jeweils eine Aufnahme gemacht. Dies wird wiederholt, bis der gesamte Schärfebereich durchlaufen ist und die Bilder wieder absolut unscharf sind. Die Schärfe ist nun auf einen Punkt vor dem Objekt gerichtet.

Für das oben gezeigte Bild wurden insgesamt 43 Aufnahmen gemacht, die in Bridge CS3 gesichtet wurden: 32 Aufnahmen enthielten scharfe Partien. Diese wurden mit Helicon Focus (als RAW) gestackt.

Einstellungen für Helicon Focus: Methode = C, R (Radius) = 16, S (Glättung) = 2.

Artefakte wurden mit dem Helicon Focus Tool "Retusche" entfernt (Unpassende Bereiche werden dabei durch Ausschnitte einer scharfen Aufnahme ersetzt). Risse im Bernstein hingegen wurden durch unscharfe Partien ersetzt, um die Inkluse hervorzuheben.

Das fertig bearbeitete Bild wurde als TIF-Datei verlustfrei abgespeichert.

Nachbearbeitung: In Photoshop CS3 wurden Helligkeit, Kontrast und Farbgebung verbessert. Das Bild wurde zudem mit NIK Sharpener-Pro leicht geschärft.

Gesamter Zeitaufwand: ca. einen halben Tag.

 

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Links: Foto einer Thrips-Inkluse (Phlaeothrips schlechtendali) in Baltischem Bernstein. Länge des Tieres: 1,3mm. Das Foto wurde aus 32 Einzelaufnahmen mit der Software Helicon Focus gestackt.

Rechts: Animation aus zwölf der 32 Einzelfotos in unterschiedlichen Schärfeebenen.

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