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Die Thysanopterenseite von Dr. Manfred

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Fransenflüglergesellschaften deutscher Wälder (Insecta, Thysanoptera). Dissertation, Ulm, 1999.

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Kaufen (inkl. Versand*): EUR 12,00

Zusammenfassung:

Anhand früherer Eklektorfänge wurden die Thysanopterenzönosen verschiedener Waldökosysteme in Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen (Solling) vergleichend untersucht. Das bearbeitete Tiermaterial entstammt Versuchsflächen in reinen Buchen-, Eichen- Buchen-, Auenwald- sowie Fichtenbeständen.

Insgesamt wurden auf den Versuchsflächen über 21.000 Individuen aus 47 Taxa erfaßt (20 Genera, drei Familien). Die Gattung Thrips war mit 14 Arten vertreten, auf andere Genera entfielen jeweils höchstens drei Spezies. Die meisten Arten (31) wurden in einem Buchenwald sowie in einem Eichen-Buchenwald (27) am Südostrand der Schwäbischen Alb festgestellt. Artenärmer waren ein Alt- und ein Jungbuchenbestand in Niedersachsen (21 bzw. 14 Arten), zwei Auenwälder an Donau und Iller (14 bzw. 18) sowie ein Fichtenforst (16) am Südostrand der Schwäbischen Alb. Die mit Boden-Photoeklektoren erfasste Schlüpfabundanz/Aktivitätsdichte variierte erheblich. Höchste wie auch niedrigste Werte wurden jeweils in Buchenwäldern festgestellt. Insgesamt war die Schlüpfabundanz/Aktivitätsdichte in den Buchenwäldern des Solling bedeutend geringer als auf den Versuchsflächen in Süddeutschland (mit Ausnahme einer Auenwaldfläche). Starke Abundanzunterschiede waren jedoch nicht nur zwischen den einzelnen Versuchsflächen, sondern auch zwischen den einzelnen Untersuchungsjahren zu verzeichnen. Daraus ergaben sich Hinweise, wie die Struktur der Thysanopterenzönosen sowohl durch systemtypische Eigenschaften als auch durch den Wandel klimatischer Bedingungen beeinflusst wird.

Fänge mit Baum-Photoeklektoren in einem der Sollingwälder zeigten, dass die meisten Thysanopteren im unteren Stammbereich aktiv sind. Die Tiere wurden dort v.a. in westorientierten Fangtrichtern erfasst. Viele von ihnen waren vermutlich mit dem Wind - mehr oder weniger verdriftet - an die Stämme gelangt (Westwinde sind im Solling besonders häufig). Hohe Aktivität am Stamm zeigten neben einer corticolen Art mehrere Gramineen- und ein Blattbewohner.

Alle Arten wurden nach ihrem Vorkommen und ihrer Dominanzposition gruppiert. Einige Thysanoptera waren nur in einzelnen Waldtypen vertreten, andere erwiesen sich als Ubiquisten. Thrips minutissimus L. war auf allen Versuchsflächen wenigstens dominant. Mehrere graminicole Arten waren recht häufig obwohl die Krautschicht auf den Versuchsflächen nur schwach entwickelt und nahezu gramineenfrei war.

Durch die Berechnung verschiedener Diversitätsindizes wurde die Mannigfaltigkeit der Zönosen und die Gleichverteilung der Arten dargestellt. Besonders hohe Werte wurden für den Iller-Auenwald, die Buchenwälder im Solling sowie den Fichtenforst am Südostrand der Schwäbischen Alb ermittelt. Extrem niedrige Werte ergaben sich für den reinen Buchen- und den Eichen-Buchenwald in Süddeutschland.

Über die Auswertung von Wochenfängen wurden die häufigeren Arten in ihrer Phänologie charakterisiert. Die Fangzahlen korrelierten dabei oft mit parallel erfassten Klimadaten. Maxima traten in allen untersuchten Wäldern mindestens im Frühjahr auf. Auf einigen Versuchsflächen waren aber auch später noch hohe Fangzahlen zu beobachte Maßgebend für diese Befunde waren v.a. die unterschiedlichen Entwicklungszyklen einzelner Arten.

Insgesamt zeigten sich die Thysanopterenzönosen der untersuchten Waldökosysteme als ein Mosaik recht verschiedener Nutzergruppen. Foliicole und corticole Taxa bildeten dabei den autochthonen Grundstock der Zönosen. Graminicole Arten wurden in den Wäldern hauptsächlich als Überwinterer charakterisiert, die im Frühjahr wieder ihren eigentlichen Habitaten - den Grünlandökosystemen - zustreben. Fast völlig fehlten floricole Arten in den Thysanopterenzönosen deutscher Wälder.

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